ERLEBNISPÄDAGOGIK




Inklusive Erlebnispädagogik: Herbstferien 2017 als Download-Datei  » Herbstferienprogramm2017.pdf



Vorschulprojekt "Im Trab Richtung Schule!" als Download-Datei » ITRISOsterferien2017.pdf




Was versteht man unter Erlebnispädagogik?

In der Erlebnispädagogik werden Gruppenerfahrungen in Wald, Gelände, Wiesen, Weinbergen pädagogisch genutzt, um die Persönlichkeit, soziale Kompetenzen aber auch individuelle Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Das Reiten und die natürliche Umgebung des Pferdes bieten hierbei ein breites Spektrum an Erlebnismöglichkeiten, sozialpädagogisch angeleitet und ergänzt durch Elemente aus Natur-, Theater-, Abenteuer- und Spielpädagogik, Gruppendynamik, Imagination, Systemik usw.

Erlebnispädagogik gilt heute als inklusiver (integrativer) Bestandteil ganzheitlicher Erziehungs- und Bildungskonzepte. Ursprünglich in der Reformpädagogik verwurzelt, gewinnt sie wieder an Bedeutung, da Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz, Wagnisbereitschaft und Persönlichkeit eine zunehmende Rolle in der Gesellschaft spielen.

Erlebnispädagogik mit Pferden richtet sich vorrangig an Kinder und Jugendliche, um ihnen Abenteuer aus „erster Hand“ zu ermöglichen und sie herausfinden zu lassen, was in ihnen steckt. Sie werden durch Eindrücke, Emotionen und Selbsterfahrung in einer Weise herausgefordert, die in unseren geordneten, asphaltierten, beengten Städten bei weitem nicht möglich sind. Die Bewältigung schwieriger Situationen erhöht das Selbstbewusstsein und die Frustrationstoleranz und der „Abenteurer“ kann die Erfahrung später auf andere, alltägliche Situationen übertragen.
Hier bieten wir neben unseren Erlebnispädagogischen Ferienprogrammen » Osterferien2016.pdf für Kinder und Jugendliche auf Anfrage auch Projekttage und –wochen für Kindergärten, Schulen, Wohnheime etc. an.

Auch in der Arbeit mit geistig behinderten Menschen ist die Erlebnispädagogik mit Pferden von großer Bedeutung. (siehe Erlebnispädagogik für Menschen mit Behinderung)

Der erzieherische Umgang zwischen Mensch und Pferd stellt einen bedeutenden Aspekt dar. Alltägliche Dinge werden neu entdeckt und (wieder)gefunden, wie Schlafen im Schlafsack auf der Weide oder im Stall, wo man der Natur ausgesetzt ist, wir reiten über Feld- und Schleichwege, die nicht jedem bekannt sind. Die soziale Begegnung in der Gruppe und mit dem Herdentier Pferd macht Flexibilität und Umdenken immer wieder notwendig. Das Medium Pferd ermöglicht im sozialen, emotionalen wie auch im körperlichen Bereich, Defizite zu kompensieren, Lernprozesse zu aktivieren und Bedürfnisse zu erkennen, regulieren und/oder zu befriedigen. Mit seiner Wärme und Körperlichkeit, bietet es Hautkontakt, den selbst neurotisch gestörte Menschen gut annehmen können. Es gibt Vertrauen, Geborgenheit, Sicherheit und Nähe, ohne primär eine Gegenleistung zu erwarten. Das Tier bietet sich vielmehr an und reagiert positiv und sensibel auf die soziale, emotionale und körperliche Konstitution des Menschen. Handicaps und Defizite können erspürt werden, ohne wie bei Mitmenschen, besondere Reaktionen wie Mitleid oder Abneigung hervorzurufen.

Die Reaktionen des Tieres kommen sofort und echt, so sieht ein Kind mit aggressivem Auftreten unmittelbar die logische Konsequenz für sein Verhalten. Ängstliche Menschen hingegen werden durch die offene und dennoch defensive Haltung „aus der Reserve gelockt“.

Und letzten Endes sind erlebnis- und naturpädagogische Aktionen einfach mit ganz viel Spaß verbunden!!!